Orchesterkonzert

Freitag, 6. 9. 2019

16.00 Uhr  !!
Großer Saal der Stiftung Mozarteum
Schwarzstraße 26
Salzburg

Stiftung Mozarteum Großer Saal
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Programm:

1. Béla Bartók, Bilder aus Ungarn

a) Ein Abend auf dem Lande
b) Bärentanz
c) Melodie
d) Etwas angeheitert
e) Üröger Hirtentanz

2. Edouard Lalo, Symphonie espagnole
für Violine und Orchester op. 21

3. Claude Debussy, „Prélude à l’Après-midi d’un Faune“
Vorspiel zu „Der Nachmittag eines Fauns“

4. Georges Bizet, „L’Arlésienne“ aus den Suiten 1 und 2

a) Prélude
b) Intermezzo
c) Pastorale
d) Carillon

Ausführende:

Das Savaria-Sinfonie-Orchester
Leitung: Prof. Eduard Gert Felin
Solist: Mag. Viktor Petek, Violine

 

Eduard Gert Felin, Dirigent
Eduard Gert Felin, Dirigent

 

Kartenvorverkauf in allen oeticket-Vorverkaufsstellen (wie z.B. Libro, Raiffeisenbanken, Salzburger Sparkasse, Tabak Trafikplus ect.) oder an info@internationale-musiktage.at sowie online unter www.oeticket.com

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Kartenpreise:

Tageskasse Vorverkauf
Orchesterkonzert 19.30 Uhr EUR 35,– EUR 32,–
Jugendliche bis 18 J. und
Pensionisten
EUR 30,– EUR 27,–
Gruppen ab 15 Personen im
Vorverkauf, pro Person
—— EUR 22,–

Änderungen vorbehalten!

Den Reinerlös dieses Benefiz-Konzertes erhält zur Gänze die
Hospiz-Bewegung Salzburg.

Mit dem Kauf einer Eintrittskarte unterstützen Sie die
Hospiz-Bewegung Salzburg, eine Einrichtung von ganz besonderer Bedeutung. Vielen Dank im voraus!

 

Veranstalter:

Der Verein „Internationale Musiktage“, gegründet 1979, begeht dieses Jahr sein 40jähriges Jubiläum. Aus diesem Grund wurde für das Orchesterkonzert das Savaria-Sinfonie-Orchester aus Ungarn eingeladen.

Der Verein veranstaltete bisher 45 Orchesterkonzerte, davon 29 Konzerte im Kongreßhaus Gmunden. Alle Konzerte standen unter der Leitung von Eduard Gert Felin. Nähere Informationen finden Sie hier auf dieser Website.

Solist:

Der Solist Viktor Petek lebt in Graz und ist nicht nur ein wertvolles Mitglied des Philharmonischen Orchesters in Graz, sondern auch als Kammermusiker und Solist ein gern gehörter Gast.

ProgrammInfo:

Béla Bartók (1881-1945) Bilder aus Ungarn

Schon sehr früh fiel Bartóks außergewöhnliche musikalische Begabung, vor allem sein absolutes Gehör, auf. Vor allem seine Mutter förderte Béla in musikalischer Hinsicht von frühester Kindheit an. Schon sehr früh begann Bartók, wie auch Mozart oder andere „Wunderkinder“, mit kleinen Kompositionen. Leider fiel ebenso früh auch Bélas Neigung zu allerlei Krankheiten auf – was ihn auch ein Leben lang, bis zum verfrühten Tod, begleiten sollte.

Nach dem Tode seines Vaters im Jahre 1888, zog Bartók zusammen mit seiner Mutter und seiner Familie nach Pressburg, dem heutigen Bratislava.

Zoltán Kodály brachte Bartók auf das systematische Studium der nationalen Volksmusik. Gerade ihre Schlichtheit und bisweilen rauhe Direktheit faszinierten Bartók.

Fortan arbeitete er nun mit Kodály zusammen. Diese Tätigkeit hatte einen ausschlaggebenden Einfluß auf Bartóks künstlerischen Stil. Die „Bilder aus Ungarn“ sind ein wunderbares Beispiel für eine Verbindung von Bartoks kompositorischen Stil und der Volksmusik in Ungarn.

Edouard Lalo (1823-1892)
Symphonie espagnole für Violine und Orchester op.21 in d-moll

Edouard Lalo, war ein französischer Komponist spanischer Herkunft. Auf eine materielle Unterstützung seiner Familie mußte er verzichten und deshalb war er Bratschist in Paris bevor er mit seinen Kompositionen großen Erfolg hatte. Charakteristika von Lalos Musiksprache sind die packende Dramatik vieler Werke, eine erstaunlich differenzierte Rhythmik, sowie ein bemerkenswert vielschichtiges Gespür für unterschiedliche Klangfarben. Claude Debussy schätze Lalo aufgrund der Farbigkeit seiner Werke und seiner progressiven Harmonik.

Die Symphonie espagnole verlangt vom Solisten ein außerordentlich virtuoses Können und ein starkes Ausdrucksvermögen. Das Orchester wiederum ist in seiner Begleitfunktion sehr gefordert auf die rhythmischen Feinheiten, Rubati, ritardanti des Solisten und der Komposition einzugehen und zu reagieren. Der Dirigent hat in diesem Werk vor allem die Aufgabe mit einer flexiblen Schlagtechnik optische Hilfestellung zu leisten und zu koordinieren.

Claude Debussy (1862-1918)
Prélude à l’Après-midi d’un Faune
Vorspiel zum Nachmittag eines Faun

„Die Musik dieses Prélude ist eine sehr freie Illustration des schönen Gedichtes von Stéphane Mallarmé (1842-1898), Die Wünsche und Träume, die der Faun in der Hitze des Nachmittags entwickelt, entfalten sich in aufeinanderfolgenden Bildern. Nachdem dieser es leid ist, die ängstlich fliehenden Nymphen und Naiaden zu verfolgen, gibt er sich der berauschenden Sonne hin, ganz erfüllt von endlich verwirklichten Träumen, vom Gefühl vollständiger Selbstgewißheit inmitten der allumfassenden Natur“.

Ein wichtiges Element in Debussys Schaffen stellt der freie Himmel dar: Die Weite, die murmelnden Laute der Natur, die atmosphärisch vibrierenden Spiele von Licht und Schatten nehmen einen bedeutenden Raum in seinem Werk ein. Im Prélude übernimmt die Flöte des Faun diese Rolle: Sie singt in der Stille zu Anfang des Werkes allein und das hinzutretende, sie einhüllende Orchester erweckt sogleich das Bild einer weiten Landschaft unter der untergehenden Sonne.

Der höchste und tiefste Ton des Flötensolos zu Beginn des „Prélude“ im Abstand eines Tritonus vermittelt bereits das Schwebende, Überirdische der Fantasien des Fauns und eröffnet den Weg für ein Nebeneinanderstellen der Tonarten. Die Melodien entwickeln sich als Arabesken, als Bögen, die sich strecken und zusammenrollen, als seien sie lebendige Wesen.

Georges Bizet (1838-1875)
Aus den „L’Arlésienne-Suiten“ Nr. 1 und 2

1827 bekam Georges Bizet den Auftrag, für das Pariser Vaudeville-Theater eine Bühnenmusik zu dem Schauspiel „Die Arlesierin“ zu komponieren. Die beiden Suiten, die Bizet danach zusammenstellte, wurden schon unmittelbar nach der ersten Aufführung vom Pariser Publikum als außergewöhnlich gelungen anerkannt.

Das „Prélude“, beginnt mit vier Variationen über eine alte provenzialische Volksweise (“Marsch der Könige“). Danach erklingt eine Melodie, die ursprünglich aus der Gegend um Arles stammt und in den Schlußabschnitt überleitet.

Das „Intermezzo“ beruht am Beginn auf einem marschartigen Thema, jedoch hat Bizet eine weitere Melodie aus der Provence hier verwendet, die sich durch die meisterhafte Instrumentation zu einer großen Steigerung entwickelt.

Das „Pastorale“ schildert ein Schäferidyll am Teich von Vaccarès in der Camargue. Der Mittelteil ist ein fröhliches Spiel zwischen Schäfer und Schäferin, abwechselnd dargestellt durch die hohen Holzbläser.

Der „Carillon“ symbolisiert ein fröhliches, lebhaftes Glockenspiel und ist auf einem Fundament aus drei Tönen gebaut, das als Ostinato die Rahmenteile des Satzes durchzieht. Der Mittelteil dieses festlichen Stückes hat elegischen Charakter. Mit der Wiederholung des „Carillons“ findet der Satz seinen wirkungsvollen Abschluß.