Eduard Gert Felin

„Ich fühle mich verantwortlich der Musik, dem Orchester, dem Publikum und meiner Arbeit gegenüber.

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Eduard Gert Felin, Dirigent

 

 Mit Menschen lebendig musizieren, Gegebenheiten optimal nutzen, das Bestmöglichste geben und das Publikum damit erreichen – das sind für mich die wichtigsten Motivationen meines Berufes.“ (G.Felin)


 Vita

G. Felin (*1945) studierte nach seiner Gymnasialzeit in Graz an der Akademie später an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Graz Dirigieren, Violine und Viola.
Seinen vier wichtigsten Lehrern gebührt hier ein besonderer Dank.
1. Operettenkapellmeister Prof. Walter Goldschmidt (1917-1986), Graz, weiland Rt Walzer der Fledermauser, Grazia (4).

Einerseits durch den Unterricht bei Prof. Goldschmidt, andererseits durch die Tätigkeit als Bratschist am Opernhaus Graz, entwickelte sich bei Gert Felin in der Zeit zwischen 1970 und 1975  das Gespür für die Nuancen und Besonderheiten der Operettenmusik.

„Ich habe damals mit großem Vergnügen die Walzer- und Polkabegleitungen auf der Bratsche gespielt und dabei die Feinheiten dieser Musik lieben gelernt. Nicht Sentimentalitäten kennzeichnen diese Musik, sondern Eleganz und Nobless.“

2. Prof. Hans Swarowksy (1899-1975), Wien, Dirigierstudium ab dem „Meisterkurs für Dirigenten 1973“ in Ossiach, Kärnten, im Rahmen des „Carinthischen Sommers“ bis zum Frühjahr 1975.

Bei Prof. Swarowsky verfeinerte sich vor allem die Dirigiertechnik von Gert Felin und das Gespür für musikalische Formen.

„Ich habe bei Prof. Swarowsky gelernt in großen musikalischen Bögen zu denken.“

3. Prof. Sergiu Celibidache (1912-1996), Dirigierstudium ab dem
„Internationalem Dirigentenkurs 1977“ an der Universität Trier und Ludwigshafen, Studium der Phänomenologie in Mainz und Probenbesuch bei den Münchner Philharmonikern ab dem Beginn 1981 in München-Giesing.

Celibidache förderte in Gert Felin das Gefühl für die Klangfarben der Instrumente und für die Balance im Orchester.

„Ich hatte immer schon eine Vorliebe für den französischen Impressionismus, Celibidache hat das noch intensiviert in mir.“

4. Prof. Kurt Overhoff  (1902-1986), Salzburg, 1982 bis 1985 Musikanalysen, Korrepetition, Repertoirestudium bedeutender Orchesterwerke.

Bei Prof. Overhoff begegnete Gert Felin die großen Orchesterwerke und Opern von Wagner bis Strauss sowie von Verdi und Puccini, die er als Bratschist in Graz gespielt hatte nun in Form von Analysen und in Bezug zur Dirigierpraxis.

„Prof. Overhoff gab mir viele wertvolle Hinweise aus seiner umfangreichen Theater- und Opernpraxis“.


Kurze Charakteristik des Dirigenten Gert Felin von Prof. Manfred Westermann, Musikwissenschaftler, Frankfurt, 22.11.1997:

Eduard Gert Felin, Dirigent
Eduard Gert Felin, Dirigent

 

„Als Österreicher ist Gert Felin mit der Musik von Johann Strauß, Lehar und Lanner aufgewachsen und sehr verbunden.
Er interpretiert diese Musik mit großem Einfühlungsvermögen, mit feinsten Nuancen und Charme, aber auch schwungvoll
und elegant. Er distanziert sich von Geschmacklosigkeiten und äußerlichen Effekten. Seine noble Art kommt dieser Musik
sehr entgegen.

Als Salzburger wurde er nachhaltig geprägt von der Musik Mozarts, jedoch seinem Wesen nach fühlt er sich dem französischen Impressionismus nahe.“

(Zitat Ende)


 Vita (Fortsetzung)

1969-1975 als Bratschist Mitglied im Philharmonischen Orchester Graz,
1975 Ortswechsel nach Salzburg, Ausbau der Dirigiertätigkeit,
in den 80er Jahren erfolgten Einladungen zu verschiedenen Orchestern in Deutschland und zu Rundfunkaufnahmen,
Tourneen mit dem Collegium Musicum Salzburg nach Spanien (1990) u.a.m.

Von 1987 bis 2003 dirigierte G. Felin 1442 Konzerte, die ihm eine umfangreiche Kenntnis der Orchesterliteratur brachten und zusätzlich seine Erfahrung sowie seine Flexibilität steigerten. Zum Repertoire zählten alle bedeutenden Sinfonien, Sinfonische Dichtungen, Orchestersuiten, Ballettmusiken, Solokonzerte u.a.m.

Von 1992 bis 1998 lebte G. Felin in Windhoek (Namibia), wo er eingeladen wurde, eine private Kunststiftung zu leiten. Im Rahmen dieser Stiftung dirigierte Gert Felin Konzerte mit dem Namibia National Symphony Orchestra im Nationaltheater in Windhoek und organisierte verschiedenste kulturelle Veranstaltungen für die
Menschen in diesem Land.

Dreimal jährlich mußte Gert Felin zurück nach Europa, um die musikalischen, künstlerischen und menschlichen Verbindungen zu halten, die für ihn von hohem Wert waren: im März/April, Juli/Aug und Dez/Jän.

Nach seiner Rückkehr aus dem südlichen Afrika widmete er sich erneut und intensiv seinen musikalischen Aktivitäten, bleibt aber mit Namibia und Südafrika in Verbindung und kehrt einmal jährlich dorthin zurück.

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Eduard Gert Felin, Dirigent und Bratschist

 

Schon 1972-1974 war Gert Felin als Chorleiter in Graz tätig. In den 80er und 90er Jahren leitete Gert Felin verschiedene Chöre im In- und Ausland. Während seines Aufenthaltes in Windhoek (Namibia) arbeitete er mit dem Windhoek Choire für Auftritte im Namibia National Theatre unter anderem in seiner Produktion der „Zauberflöte“ (Dirigat aller Vorstellungen, Regie, Entwurf der Bühnenbilder, Verantwortlich für Ausstattung, Presse, ect.)

Erwähnenswert sei hier noch die Aufführung von Johannes Brahms, Schicksalslied für Chor und Orchester in der Staatsoper Prag im Jahre 1994.

Als Bratschist hatte Gert Felin, wie er selbst immer wieder betonte, das große Vergnügen und die große Freude das umfangreiche Opernrepertoire (Richard Strauss, Richard Wagner, Verdi, Puccini u.a.m.) sowie die bedeutenden Orchesterwerkedes 19. und 20. Jhdts zu spielen und gleichzeitig zu studieren.

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